Der Regen peitschte gegen die Windschutzscheibe, als ich endlich die Einfahrt zum Hotel Till Moyland erreichte. Die Scheibenwischer schlugen in einem nervigen Takt hin und her, und ich überlegte kurz, ob ich nicht einfach umdrehen sollte. Ich schleppte meine zwei viel zu schweren Koffer über den kiesigen Weg und frage mich, aus welchem Grund ich mir das antue. Als Blogger, der normalerweise nur vor dem Bildschirm sitzt und sich über die 5-Sekunden-Regel bei Slots aufregt, bin ich echte körperliche Anstrengung kaum noch gewohnt. Weißt du, wie das ist, wenn man so sehr an bestimmte Abläufe gewöhnt ist, dass man sie partout nicht abschalten kann? Ich habe beim Warten auf den Aufzug tatsächlich die Sekunden mitgezählt, nur weil mein Gehirn auf diesen sturen Rhythmus programmiert ist. Das ist wohl eine Berufskrankheit, wenn man den ganzen Tag nur über Regulierungen und Limits schreibt! Hör mal zu, Kumpel, wenn du wissen willst, ob sich der Trip hierher lohnt, dann lies einfach weiter. Für die Buchung kannst du auf diesen Link zugreifen und dir alles genau ansehen. Ich berichte dir jetzt einfach mal aus der Praxis, ganz ohne Hochglanzbroschüren-Phrasen.

wie fühlt sich die anreise und das ankommen wirklich an?
Der erste Eindruck sitzt ja bekanntlich tief. Die Fassade des Hotels macht einen soliden Eindruck, nichts Protziges, aber sehr gepflegt. In der Lobby stand ein alter Holzofen, der zwar nicht brannte, aber trotzdem diese gemütliche Wärme ausstrahlte, die man im Winter so schätzt. An der Rezeption wurde ich freundlich begrüßt, was heutzutage leider nicht mehr überall selbstverständlich ist. Der Check-in-Prozess ging zügig vonstatten, selbst ich musste kurz schmunzeln, als man mich nach meinem Ausweis fragte. In meinem Kopf riefen sofort die Alarmglocken der GGL, als ob ich mich gerade für das OASIS-Sperrsystem registrieren müsste. So streng ist es hier zum Glück nicht, aber ein wenig von dieser deutschen Gründlichkeit spürt man eben doch. Mein Zimmer war schnell bezugsfertig. Der Flur roch nach frischer Wäschestärke und altem Holz, eine Kombination, die mich sofort an meine Großeltern erinnerte. Es ist schon komisch, wie solche kleinen Details das Gefühl von Zuhause auslösen können, selbst wenn man hunderte Kilometer von daheim entfernt ist. Ich warf meine Sachen in die Ecke und fiel erst einmal rückwärts auf das Bett, um die Beine hochzulegen.
was taugen die zimmer und das frühstück am morgen?
Am nächsten Morgen wurde ich von einem leisen Rascheln vor dem Fenster geweckt. Ein Eichhörnchen turnte über den Ast einer alten Eiche. Solche Momente bezahle ich gerne mit, wenn ich unterwegs bin. Das Zimmer selbst war geräumig und sauber. Der Schrank hatte genug Platz für meine ganzen Sachen, und der Safe ließ sich ohne komplizierte Codes öffnen. Das Badezimmer hatte eine etwas in die Jahre gekommene Armatur, aber der Wasserdruck war tadellos und das Wasser wurde rasend schnell heiß. Beim Frühstück dann die große Frage: Buffet oder à la carte? Es gab beides, und ich entschied mich für den klassischen Teller, den man sich selbst belegt. Die Brötchen waren knusprig, der Kaffee war überraschend stark und genau richtig! Mir fiel auf, dass das Personal hier wirklich aufpasst. Leere Tassen wurden sofort weggebracht, ohne dass man groß winken musste. Das erinnert mich an die guten alten Zeiten, bevor überall nur noch Automaten und Self-Check-ins den Service ersetzt haben. Natürlich gibt es hier Kleinigkeiten zu meckern, denn mein Naturell als Reviewer verlangt das einfach. Die Marmeladenauswahl war etwas dünn, aber dafür war der Honig aus der Region ein echter Traum. Solche lokalen Produkte schätze ich sehr, weil sie dem Ganzen eine persönliche Note verleihen.
wie steht es um die freizeitangebote und die umgebung?
Nach dem Frühstück wollte ich mich ein wenig bewegen. Die Gegend um Moyland lädt geradezu dazu ein, damit der Kopf wieder frei wird. Das Schloss selbst ist ein Prachtstück, und der Park dahinter bietet genug Platz für lange Spaziergänge. Ich bin also losgezogen, ganz ohne festes Ziel, und ließ mich einfach treiben. Der Weg führte mich vorbei an alten Eichen und kleinen Teichen, in denen sich der Himmel spiegelte. Dabei musste ich unweigerlich an die ständigen Limits denken, die uns im Alltag begleiten. Draußen in der Natur gibt es keine LUGAS-Limits, die einem vorschreiben, wann Schluss ist, und kein 1-€-Einsatzlimit, das jeden einzelnen Schritt limitiert. Keine 1.000 € Obergrenze im Monat, die das Budget sprengt, und keine Live-Tische, die einen in den Bann ziehen. Einfach nur atmen und laufen. Die Wege sind gut ausgeschildert, und man trifft auf andere Spaziergänger, die ebenfalls die Ruhe suchen. Es gibt hier keine lauten Animationen oder aufdringliche Unterhaltungsprogramme. Wer Action sucht, ist hier falsch. Wer aber einfach mal den Kopf frei bekommen will, findet genau das, was er braucht. Ich habe mich auf eine Bank am Teich gesetzt und einfach nur das Wasser beobachtet. Das Wasser plätscherte leise vor sich hin, und ich dachte darüber nach, wie gut es tut, manchmal einfach nichts zu tun. In unserem durchgetakteten Alltag vergessen wir das viel zu oft.
stimmt das preis-leistungs-verhältnis für den geldbeutel?
Wenn man am Ende der Reise die Rechnung sieht, fragt man sich natürlich, ob das alles gerechtfertigt ist. Die Preise hier sind moderat, aber kein Schnäppchen. Man zahlt für die Ruhe und die Lage durchaus einen Aufpreis. Bezahlt habe ich meine Rechnung an der Rezeption ganz klassisch. Ich finde es gut, dass sie verschiedene Methoden akzeptieren. Ich habe mit Sofort/Klarna bezahlt, was schnell und zuverlässig ging. Sie bieten aber noch weitere Optionen wie Giropay, Paysafecard und die normale Kreditkarte an. Das ist heutzutage ein großer Pluspunkt, denn jeder Gast hat seine eigenen Vorlieben. Manche zahlen nur noch mit dem Handy, andere schwören auf die alte Plastikkarte. Hier wird man nicht in ein bestimmtes System gezwungen. Das Essen im hauseigenen Restaurant am Abend war ebenfalls fair bepreist. Der Rheinische Sauerbraten war ein Gedicht und die Soße dazu einfach nur herrlich! Ich habe selten so gut und gleichzeitig so bodenständig gegessen. Es gibt sicher Hotels, die etwas luxuriöser auftreten, aber dafür muss man dann deutlich tiefer in die Tasche greifen. Hier bekommt man genau das, was man bezahlt, ohne versteckte Kosten oder böse Überraschungen auf der Abrechnung.
lohnt sich ein aufenthalt für alle ruhesuchenden?
Am Ende meiner kleinen Auszeit packte ich wieder meine Koffer. Der Regen hatte aufgehört, und die Sonne kämpfte sich durch die Wolken. Ich nahm mir noch einen letzten Kaffee in der Lobby, bevor ich den Schlüssel abgab. Ich nehme ein gutes Gefühl von hier mit. Das Hotel Till Moyland ist kein Ort für wilde Partys oder hektische Sightseeing-Touren. Es ist ein Rückzugsort für Gäste, die mal wieder durchatmen wollen. Die Mischung aus nettem Personal, solidem Essen und der wunderschönen Natur drumherum stimmt einfach. Klar, die Zimmer könnten hier und da mal einen neuen Anstrich vertragen, und das WLAN im hinteren Teil des Gartens war etwas wackelig. Aber das sind Kleinigkeiten, die den Gesamteindruck nicht trüben. Wenn du also mal dem Alltag entfliehen musst, dann bist du hier genau richtig. Pack dir ein gutes Buch ein, lass das Handy in der Schublade und genieß die Stille. Ich werde bestimmt nicht das letzte Mal hier gewesen sein. Manchmal braucht man eben genau solche Orte, um wieder auf andere Gedanken zu kommen. Pass auf dich auf, und wir lesen uns beim nächsten Mal wieder!
